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Wer ist der geeignete Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2009?
 21. Juli 2008   Bundestagswahl 2009 Kandidat      Genau genommen ist die Frage nur für zwei der großen Parteien – nämlich die CDU/ CDS und die SPD - wirklich entscheidend, da nur sie eine ernsthafte Chance haben, die Kanzlerin bzw. den Kanzler zu stellen. Für alle anderen Parteien ist die Aufstellung eines eigenen Kandidaten doch eher Zweckoptimismus und eine Verschwendung von politischer Energie.
    An erster Stelle steht hier die Kandidatin der CDU/ CSU, Angela Merkel. Neben dem Bonus als amtierende Kanzlerin, ist sie in ihrer Partei inzwischen die unangefochtene Leitfigur und bestimmt die Strategie der Partei maßgeblich. Darüber hinaus steht die CDU/ CSU in der Sonntagsumfrage klar auf Platz Eins. Eine innerparteiliche Diskussion, ob Angela Merkel kandidiert, dürfte unter diesen Voraussetzungen wohl kaum aufkommen.
    An zweiter Stelle folgt die SPD. Hier ist die Situation ungleich schwieriger. Zum einen gibt es keinen Kanzlerbonus. Zum zweiten steht die SPD in den Ergebnissen der Sonntagsfrage weit hinter der CDU/ CSU. Zum dritten und dies ist fast die schwierigste Frage: Wer aus der SPD ist in der Lage gegen Angela Merkel anzutreten? Zunächst sollte hier aufgrund seiner Funktion der Parteivorsitzende Kurt Beck genannt werden. Der zweite aussichtsreiche Kandidat ist Frank-Walter Steinmeier. Und genau zwischen diesen ist offensichtlich ein innerparteilicher Machtkampf ausgebrochen. So machten Putschgerüchte gegen Kurt Beck schon einmal Anfang des Jahres die Runde, haben sich dann allerdings nicht bestätigt oder wurden möglicherweise parteiintern bereinigt.
    Kurt Beck will die K-Frage noch bis zum Jahresende offen lassen, um zu verhindern, dass der Kandidat nicht vorher „verheizt“ wird. Es stellt sich ernsthaft die Frage, ob dies nicht bereits passiert ist. Hier gibt es für die SPD nur einen Ausweg und dies könnte ihr unter Umständen zu einem Überraschungssieg verhelfen: Die SPD nominiert eine Kandidatin oder einen Kandidaten vom linken Flügel der Partei und stattet sie oder ihn mit einer griffigen Programmatik aus. So kann sie ein markantes Profil und verlorene linke Wählergruppen wieder gewinnen. Wenn dies polithandwerklich sauber ausgeführt wird, kann die SPD wie Phönix aus der Asche aufsteigen. Alles andere scheint aus heutiger Sicht nur ein „Herumdoktern an alten Symptomen“ zu sein und führt nicht zum Erfolg. ·nm·i· 
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