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Olympische Spiele in Peking: Ja oder Nein?
 29. März 2008  olympia olympische ringeDie Diskussion über einen Boykott der olympische Spiele aufgrund der aktuellen Situation in Tibet wird inzwischen sehr intensiv geführt und die Meinungsmehrheit zwischen Befürwortern und Gegnern wechselt nahezu täglich. Genauer betrachtet, wird die Diskussion jedoch sehr einseitig geführt. Zum einen geht die chinesische Führung nicht erst seit den letzten Protesten in Tibet sehr hart gegen Regimekritiker vor. Eine Diskussion über die Austragung der olympischen Spiele in China hätte also schon bei der Vergabe vor sieben Jahren an Peking geführt werden müssen. Geschehen ist dies jedoch nicht oder nur sehr leise.  Zum anderen soll hier auf dem Rücken der Sportler eine Saktionierung Chinas ausgetragen werden. Diese sind jedoch eines der schwächsten Glieder in den internationalen Beziehungen zu China. Was wäre, wenn die olympischen Spiele nicht gerade in diesem Sommer in China stattfinden würden. Welche Argumente  würden dann die Debatte zum Thema Tibet bestimmen? Fraglich ist zudem, ob ein Boykott der olympischen Spiele tatsächlich eine Veränderung zu Gunsten der Menscherechte bewirken oder diesem Ansinnen nicht sogar zuwider laufen würden. Die Erfahrung zumindest hat gezeigt (siehe die olympischen Spiele in Moskau), dass ein Fernbleiben von den Spielen wenig nutzt.
So
verwundert es, dass trotz dieser regen öffentlichen Diskussion aktuell niemand darüber nachdenkt, andere Wege des Protestes zu beschreiten. In erster Linie sind hier die wirtschaftlichen Beziehungen zu nennen. Hier sind die Möglichkeiten, die Missbilligung kund zu tun sehr vielfältig. Sie müssen nur genutzt werden. Es stellt sich die Frage, ob im Fall China das Gewinnstreben zu Lasten der Durchsetzung der Menschenrechte in Tibet und in China insgesamt geht? Der materielle Schaden durch einen Boykott der olympischen Spiele ist jedenfalls deutlich geringer als der von Wirtschaftssaktionen - für beide Seiten - für China sowie für dessen internationale Handelspartner. Wenn es uns aber so ernst mit den Menschenrechten ist - und das sollte es uns sein - dann können wir nicht nur unsere Spitzensportler dafür in die Verantwortung nehmen, sondern auch die Akteure, welche bisher von den (wirtschaftlichen) Beziehungen zu China profitiert haben. Genau diese haben die moralische Verpflichtung, auf ihre chinesischen Handelspartner sowie auf die chinesiche Regierung einzuwirken. ·nm·i· <<< zurück
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